Apple Music: Was sagt man dazu?

Jetzt wird also auch iTunes zum Streaming Dienst…
Man hat uns gefragt, was wir dazu denken, und diese Antwort wollen wir euch nicht vorenthalten.
Grundsätzlich sehen wir den Start des neuen Streaming Dienstes positiv. Apple hat sich scheinbar an den besten Features der bestehenden Dienste inspiriert. Insbesondere dass ausserhalb des Beats 1 Radios nichts gratis erhältlich sein soll, begrüssen wir sehr. Die Freemium-Angebote anderer Dienste sind nicht nur schlechte Einnahmequellen, sie setzen auch ein schlechtes Signal gegenüber den potentiellen Kunden. Musikgenuss soll und darf etwas kosten. Wir hoffen also, dass auch die anderen Dienste sich bald von Freemium Angeboten verabschieden werden. Das Apple-Angebot weist in die richtige Richtung für die Zukunft von Streaming als Geschäftsmodell.

Apple Connect, mit dem Acts direkt in Kontakt mit den Fans treten können, ist eine interessante Möglichkeit für uns. Hoffentlich wird es auch tatsächlich allen Acts zugänglich sein. Die Hürden, die da andere Dienste für solche Features ansetzen, sind mit ihrem internationalen Massstab oft zu hoch für Schweizer Acts.
Apple kommuniziert mit Leidenschaft für die Musik und ihre Urheber, gerade auch die „kleinen“: An dieser Ankündigung werden wir den neuen Dienst messen.

Das gilt auch für die integrierten Radiosender: Wir hoffen, dass die in Zukunft zunehmend länderspezifisch kuratiert werden und so vermehrt auch Schweizer Bands eine Chance haben, in die Playlists zu kommen. Dafür werden wir uns einsetzen.

Da man die konkreten Preise für die Schweiz noch nicht kennt, ist es schwierig zu den finanziellen Aspekten schon etwas zu sagen. Wir hoffen, dass die Industrie und die Verwertungsgesellschaften gute Tarife herausgeholt haben.

Mit Blick auf diese Verträge werden wir auch in Zukunft mehr Transparenz fordern, damit KünstlerInnen und KonsumentInnen darauf vertrauen können, dass die Einnahmen auch bei den gespielten Acts ankommen.

(Bild: screenshot apple.com)