Musik- und Videoproduktion

Bitte beachte folgende Tipp’s:

Demo-Produktion

Qualität zählt

An so genannte Demotapes werden heute höchste Ansprüche gestellt. Denn ein Veranstalter oder A&R  hört aus einem schlecht produziertes Demotape kaum die Stärken einer Band heraus. Auf ein Demotape gehören die drei besten Songs. Diese müssen so gut wie möglich arrangiert, gespielt und in bestmöglicher Qualität aufgenommen sein.

Hilfe Dritter

Schon in dieser Phase könnte es sich lohnen, eine aussenstehende Person (Produzent) hinzuzuziehen, um optimale Resultate zu erzielen. Mit einem künstlerischen Produzenten bietet sich der Vorteil, eine neutrale, erfahrene Person in die Entscheidungen einzubeziehen. Die ausgewählten Songs werden mit dem Produzenten bis ins Detail ausgearbeitet. Damit weiss jedes Bandmitglied genau, was er im Tonstudio zu tun hat und übt seine Parts bis zur Perfektion ein.

Planung

Bevor Band und Produzent ins Studio gehen, gibt es folgende drei Punkte festzulegen:

  1. Wie lange sollen/dürfen die Studioaufnahmen dauern? 
  2. Wie soll die Produktion, also das Endresultat klingen?
  3. Wie viel darf es kosten und was ist budgetiert?

Tipp’s:

  1. Für die Aufnahmen nicht zu viel Zeit einrechnen, sonst überschreitet man beim Prozess des Abmischens das Budget erheblich.
  2. Für die Aufnahme des Gesangs extra viel Zeit einplanen.
  3. Eine genaue Budgetplanung verhindert, dass die Kosten den Rahmen sprengen. Folgendes gehört unter anderem ins Budget: Studiomiete, Anfahrtsweg, Uebernachtungen, Kosten für Toningenieur und Produzent

Demo-Produktion

Repräsentative Aufnahmen sind ein Muss – sei es für die CD oder „nur“ für die eigene Website oder Portale wie Facebook, SoundCloud, Last.FM usw.

Für eine junge Band, die zum ersten Mal in einem Tonstudio aufnimmt, sind die Arbeitsweise und Atmosphäre eines Tonstudios sehr ungewohnt. Auch das Spielen mit einem Kopfhörer verunsichert manchen Musiker. Es ist deshalb sehr wichtig, ein Tonstudio auszuwählen, indem man sich wohl fühlt.

ProduzentIn

Ein guter Produzent unterstützt die Band bei den Aufnahmen und hilft das optimale Resultat aus dem Sound heraus zu holen. Dabei kann im besten Fall viel Zeit und Geld gespart werden, Miss-Produktionen werden verhindert.

Im Aufnahmestudio übernimmt der Produzent das Zepter, er behält den Überblick. Die Band sollte experimentierfreudig sein und offen für neue, vielleicht nicht so konventionelle Vorschläge. Gleichzeitig darf man sich nicht verbiegen lassen und muss klar kommunizieren, sollten die Aufnahmen in die falsche Richtung gehen.

Aus diesem Grund ist die Wahl des Produzenten wichtig. Bevor man mit einem Produzenten eine Zusammenarbeit vereinbart, sollte unter anderem folgendes geklärt werden:

  • Stimmt die Chemie?
  • Was für einen Ruf hat er?
  • Was für Produktionen hat er bisher gemacht? (Musikgenres, Erfolge)
  • Welche Erfahrungen im Komponieren und Arrangieren der entsprechenden Musik
    bringt er mit?
  • Kennt er die Technik eines Aufnahmestudios?
  • Wie ist seine Arbeitsweise?
  • Preis? Zahlungskonditionen?

Ein Produzent ist unter anderem für folgendes verantwortlich:

  • Technische Möglichkeiten auschöpfen
  • Unbelastetes, von aussen betrachtetes Beurteilen der Musik
  • Neue Impulse geben
  • Kontakte zur Branche herstellen
  • Effektive Arbeitsteilung sicherstellen

Im deutschen Sprachgebrauch können beim Verwenden des Begriffs «Produzent» Missverständnisse entstehen. Einerseits gibt es den «Wirtschaftlichen Produzenten» (record producer, executive producer), andererseits den «Künstlerischen Produzenten» (producer). Ihre Aufgabengebiete sind verschieden. Trotzdem können sie in einer Person/Institution vereint sein.

  1. Mit dem wirtschaftlichen Produzent ist diejenige Firma gemeint, welche eine Produktion auf eigenes Risiko und eigene Kosten durchführt (record producer, executive producer). Meistens ist dies eine Plattenfirma oder die Band selber.
  2. Produzent wird auch derjenige genannt, der Tonträger (CD’s etc.) zum Verkauf herstellen lässt. In diesem Sinne ist eine Band, die ihre eigenen Tonaufnahmen vervielfältigt, ebenfalls Produzent.
  3. Bands und Musiker reden im allgemeinen vom künstlerischen Produzenten (producer). Er ist verantwortlich für den
    • Sound der Produktion
    • reibungslosen Ablauf der Aufnahmen
  4. Der künstlerische Produzent erhält vom wirtschaftlichen Produzenten den Auftrag zur Ausführung und Überwachung einer Musikproduktion. Letzterer gibt auch die Budget-, Termin- und Soundvorstellungen vor.

Tonstudio

In einem Tonstudio werden die Aufnahmen zu einem Demo oder einer CD gemacht. Ein gutes Tonstudio ist unter anderem ausgerüstet mit:

  • Mehrere Aufnahmeräume mit guter Raumakustik
  • Mikrophonen und Mikrophonständer
  • Kabeln
  • Regieraum mit Mischpult
  • Guter Abhöranlage
  • Mehrspuraufnahmegeräten (heute immer mehr Digital)
  • Effektgeräte
  • Ev. Midi-Equipment
  • Aufenthaltsraum

Manche Studios verfügen sogar über Zimmer zum Übernachten, Duschen und Küche. Tonstudios gibt es in der Schweiz zuhauf, wir haben hier eine der dichtesten Studioszenen der Welt. Darunter sind alle Preis- und Qualitätsklassen vertreten.

Arbeit des Produzenten zählt

Gutes Equipment und gute Aufnahmeräume machen noch lange keine gute Produktion aus. Vielmehr ist entscheidend, was Toningenieur und Produzent mit dem Musikmaterial bewerkstelligen.In der Schweiz gibt es mittlerweile erfahrene und gute Toningenieure/Produzenten. Diese kosten allerdings ihr Geld.
Bei der Wahl eines Studios sollte man vor allem auch darauf achten, was Mann/Frau an den Reglern kann und welche Erfahrungen und Referenzen vorgewiesen werden können. So bleiben grosse Enttäuschungen erspart.

Arten von Studios

  1. Project-Studio: Die günstigste und beliebte Variante sind die digitalen Projektstudios. Sie kommen vor allem in der elektronischen Musik zum Einsatz. Eingerichtet in nur einem Raum, eignen sich diese Studios  aber kaum für wirklich gute Tonaufnahmen von handgespielter Bandmusik. Allenfalls können damit durchaus akzeptable Demos produziert werden. Einige Bands produzieren jedoch so ihre Demos im Proberaum. Der zeitliche Aufwand für unerfahrene Tontechniker ist aber enorm, entsprechend klingen meist die Aufnahmen. Viele Musiker entdecken auch nach der ersten Euphorie, dass gutes Equipment noch lange keine gute Aufnahme garantiert.
  2. Mittel-Klasse-Studio: Mit Mittelklasse ist vor allem der Preis, nicht aber die Leistung gemeint. Die Tontechniker in diesen Studios arbeiten halb- bis vollprofessionell und verfügen deshalb über Erfahrungen. In solchen Studios können sehr gute Band-Aufnahmen zu einem fairen Preisen gemacht werden. In technischer Hinsicht sind sie sehr gut ausgerüstet und verfügen über mindestens einen Aufnahmeraum mit separatem Regieraum. Kostenrahmen: Franken 500 bis Franken 800 pro Tag, inklusive Tontechniker.
  3. Profi-Studio: Natürlich gibt es auch die teuren, optimalen und mit dem besten Equipment und Aufnahmeräumen ausgerüsteten Tonstudios, welche auch von Profis aus dem Ausland gerne genützt werden. Sie verfügen über eine geeignete Infrastruktur wie Aufenthaltsräume, Schlafräume, Dusche, Küche etc. Bei langen Produktionszeiten ist eine solche Infrastruktur günstiger und zeitsparender, da sich alle Beteiligten an einem Ort befinden. Kostenrahmen: Franken 900 bis Franken 1’200 pro Tag, ohne Techniker.

Video-Produktion

Die Zeiten als man unbedingt einen professionellen Videoclip für MTV und Viva produzieren musste, sind vorbei. Zumindest in der Schweiz gibt es wenig gängige Musikformate, in denen Videos von Schweizer Künstler gezeigt werden. Deshalb rechnet sich für viele der relativ hohe finanzielle Aufwand nicht mehr.

Als Alternative kann man auch semi-professionelle Clips produzieren. Zum Beispiel lohnt es sich nach angehenden Video-Produzenten zu suchen. Mit Hilfe von Freunden kann man so auch ein gutes Video mit kleinem Budget drehen. Diese eignen sich für Youtube, MySpace & Co. und wenn sie qualitativ stimmen auch für das Fernsehen.