Kampagne „Die Künstler und ihre Verwertungsgesellschaften“ Juni 2013

Bereits im Dezember 2012 haben wir gemeinsam mit anderen Berufsmusikerverbänden eine Befragung der Mitglieder durchgeführt. Es ging uns darum abzuklären, wie zufrieden man mit der Arbeit der Verwertungsgesellschaften ist. Dies einerseits, weil innerhalb der AGUR bereits eine Sitzung für das Thema angesetzt war, andererseits aber auch, weil wir in den Gesprächen mit Politikerinnen, Politikern und Medienschaffenden immer wieder gefragt wurden, warum wir den VWG eigentlich vertrauen würden. Nicht zuletzt war der Grund für diese Kampagne aber auch, dass wir uns in solchen Fragen als vermittelnde Stimme zwischen unseren Mitgliedern, den Verwertungsgesellschaften und der Öffentlichkeit etablieren möchten.

Die Umfrage hat vor allem gezeigt, dass offenbar kein grosses Bedürfnis bestand, die VWG zu kritisieren oder eine „Chropfläärete“ zu machen: Auch nach einem Reminder gingen nicht mehr als 15 Antworten bei uns ein.

Nichtsdestotrotz und auch, weil in persönlichen Gesprächen mit Mitgliedern oft ähnliche Fragen aufgetaucht waren, haben wir die angesprochenen Themen ernst genommen, und in einem Prozess zusammen mit den VWG ein Kampagnenpapier erarbeitet, in dem zu allem offen Stellung genommen wurde. Dieses Papier wurde im Juni im Vorfeld der SUISAGeneralversammlung publiziert und steht seither auf zum Download zur Verfügung:
20130620_KampagneMSS-VWG_PUBLIC
In Absprache mit SUISA und SWISSPERFORM haben wir die Kampagne nicht an eine breitere Öffentlichkeit getragen.

Aus unserer Sicht war diese Arbeit ein grosser Gewinn, nicht nur, weil wir viel gelernt haben über die Prozesse innerhalb der Verwertungsgesellschaften, sondern auch, weil so ein Dialog zu Themen, die uns wohl noch lange beschäftigen werden, seinen Anfang nahm. So zum Beispiel die Zukunft von elektronischen Meldesystemen, die Zusammenhänge derselben mit Metadaten, die Herausforderungen der CC-Lizenzen und andere.