Erster #SwissMusicOnAir-Award geht an Radio BeO

Der erste #SwissMusicOnAir-Award geht an Radio BeO als das konzessionierte Privatradio mit dem höchsten Anteil Schweizer (Pop-)Musik im Programm. Radio BeO spielt in ihren Programmen erfreulich viel Schweizer Musik und stellt zudem in speziellen Sendeformaten besonders CH-Bands und Newcomer vor.

Cécile Drexel, Geschäftsleiterin von Musikschaffende Schweiz, erklärt: „Wir möchten mit diesem Preis zukünftig Radio-Stationen auszeichnen, die sich in besonderem Masse für Schweizer Musik einsetzen und ihr entsprechend prominenten Sendeplatz schenken. Radio BeO hatte auch 2016 wieder hervorragende Zahlen und ist durch das langjährige Engagement in diesem Bereich eine ideale erste Preisträgerin.“

Radio BeO hatte über die Jahre immer wieder Schweizer (Pop-)Musikanteile deutlich über 20% und bis zu 30%. Der Durchschnitt bei konzessionierten Schweizer Privatradios betrug auch 2016 hingegen nur 9%.

Ebenfalls positiv erwähnen möchten wir zwei weitere Stationen: Das UNIKOM-Radio Kanal K im Aargau und das konzessionierte Radio Freiburg erreichen ebenfalls deutlich überdurchschnittliche Werte bei den Musikanteilen, und engagieren sich ebenfalls in redaktionellen Formaten für das einheimische Musikschaffen.

Die Schlusslichter unter den konzessionierten Stationen waren 2016 Radio Basilisk und Planet 105, die nur je 2% Schweizer Musik spielten. (Quelle: Publicom, 2017)

Die Verleihung des ersten #SwissMusicOnAir-Awards findet am 27. September 2017 im Rahmen der ersten SessionsStubete (siehe unten) in der Stube im PROGR in Bern statt.

Quellenangaben: Die Zahlen stammen aus den Berichten der Publicom zu konzessionierten Radios. Zugezogen wurden weiter Angaben der SUISA. Für detailliertere Informationen stehen wir gerne zur Verfügung.

 

Was ist #SwissMusicOnAir?

#Swiss MusicOnAir ist die Kampagne der Musikschaffenden für mehr Schweizer Musik im Schweizer Radio. Während in Europa im Schnitt um die 40% einheimische  Musik gespielt wird, sind es in der Schweiz gerade mal um die 10 %.

Mit der SRG haben wir seit 2004 die Charta der Schweizer Musik, ein Organ zum Austausch und zur gemeinsamen Zielsetzung. Das funktioniert gut. Der massgeblichste Sender SRF3 hat im letzten Jahr über 20% erreicht und die Werte wachsen. SRF Virus spielt gar über 50% Schweizer Musik. So gefällt uns das natürlich.

Unsere Hauptkritik gilt vielen privaten Stationen, auf denen zum Teil nicht einmal 5 % Schweizer Musik gespielt werden. Problematisch ist auch das Motto „Wir machen keine Hits, wir spielen sie.“ bei vielen kommerziellen Stationen. Das bedeutet, dass Schweizer Künstlerinnen kaum eine Chance haben, je ins Programm genommen zu werden. Unter dem Hashtag #SwissMusicOnAir werden wir ab Februar 2017 verschiedene Aktionen lancieren um hier ein grösseres Bewusstsein zu schaffen und die Lage für unsere Mitglieder zu verbessern.