Der Verein Musikschaffende Schweiz

Unser Verein setzt sich für die Anliegen der Schweizer Musikschaffenden ein.

Zweck des Vereins ist die Förderung der Interessen der Musikschaffenden der Schweiz, insbesondere im Hinblick auf die gesetzlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, welche im weitesten Sinne Einfluss auf das Musikschaffen, die Verbreitung und Verwertung von Musikaufnahmen haben. Wir engagieren uns für die Umsetzung und gesellschaftliche Akzeptanz dieser Rahmenbedingungen. Zudem fungiert der Verein auch als Hub zum regen Austausch zwischen Mitgliedern und als Plattform für verschiedene Aktionen. Grundsätzlich können sich alle aktiven Schweizer TexterInnen, Komponisten und Komponistinnen, ProduzentInnen, MusikerInnen und InterpretInnen für eine Mitgliedschaft bewerben.

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Unsere Standpunkte

Thema: Provider-Verantwortung

Provider-Verantwortung

Die KonsumentInnen bezahlen heute weniger für materielle Ton- und Datenträger, sie sind jedoch bereit, mehr für den digitalen Zugang zu denselben Inhalten zu bezahlen. Wir freuen uns, wenn dank unseren Inhalten Geld verdient werden kann, seit vielen Jahren verdienen fliesst dieses Geld allerdings grösstenteils an uns vorbei. Zu den Gewinnern gehören unmittelbar auch Internet-Access-Provider wie Swisscom und Cablecom mit ihren Breitbandangeboten. Wir finden es gerecht und notwendig, an diesen Gewinnen beteiligt zu werden. In eine zukunftsfähige Lösung für die Entschädigung der Nutzung unserer Werke im Netz müssen die Provider mit in die Verantwortung genommen werden. Sie sollen uns unterstützen bei der Wahrung unserer Rechte. Dies insbesondere auch im Kampf gegen eindeutige Piraterieseiten und Hosting-Provider, die mit offensichtlich halblegalen Geschäftsmodellen direkt von der unrechtmässigen Verbreitung geschützter Inhalte profitieren (z.B. Uploaded.com).

Thema: Provider-Verantwortung
Mehr Schweizer Musik

Mehr Schweizer Musik im Schweizer Radio

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Wir verlangen, dass mehr Schweizer Musik im Radio gespielt wird. Ein grosser Teil der Leute entdeckt neue Musik am Radio. Die meisten Länder fördern ihre einheimische Musikszene, indem sie diese im Radioprogramm unterstützen. Die Schweiz soll das auch tun.

2013 und 2014 spielten die kommerziellen Deutschschweizer Privatradios nur gerade 9 % einheimische Musik, wenige über 10%, einige nur 2%. Alle diese Sender erhalten Gebührengelder. Wir sind der Meinung, dass damit, und mit der Sendeerlaubnis überhaupt, auch eine Verantwortung gegenüber den lokalen Musikschaffenden einhergeht.

Mehr Schweizer Musik
Thema: Streaming Dienste

Streaming Dienste

Obwohl das tiefe Einkommen durch Streaming nach wie vor eine grosse Herausforderung ist, haben wir es als ein neues Geschäftsmodell im Musikbusiness grundsätzlich akzeptiert. Wir versuchen das Beste daraus zu machen und sehen da auch Chancen. Allerdings sind wir strikte gegen die Freemium Offers einiger Dienste. Zeitlich begrenzte Free Trials sind akzeptabel, so lange die Künstler trotzdem angemessen bezahlt werden. Es stört uns aber sehr, wenn riesige Techfirmen ihre Kundenwerbung auf unsere Kosten machen wollen. Wir sind erstaunt und enttäuscht, dass grosse Rechteinhaber solche Deals offenbar immer noch machen und damit die weniger mächtigen massiv unter Druck setzen.

Die momentan existierenden Vergütungssysteme für Streaming sind für viele Künstler eine Katastrophe. Intransparent sind unter anderem die Geldflüsse zwischen Musik-Industrie und Streaming-Anbietern. Wir verlangen Transparenz von Seiten der Streaming-Dienste und der Musikindustrie. Wir verlangen Entwicklung und Ausbau von Vergütungsmodellen, die die Künstler fair entschädigen. Streaming will DAS neue Geschäftsmodell der Musikindustrie sein. Dazu müssen die Anbieter müssen sich uns als brauchbare Partner beim Erhalt unseres Business beweisen: Auch Einnahmen aus dem Streaming müssen es möglich machen, bei mittlerem Erfolg weitere Produktionen zu finanzieren.

Thema: Streaming Dienste
Thema: Urheberrecht

Urheberrecht

Die Schweiz ist in Europa ein bedenklicher Sonderfall was das Urheberrecht angeht. Die USA hat uns auf eine Urheberrechts-Watchlist gesetzt. Es ist in der Tat schwer nachvollziehbar, warum in der Schweiz als internationale Ausnahme selbst die vorsätzliche Nutzung illegaler Quellen legal ist.
Die (insbesondere gewerbsmässige) Verbreitung unrechtmässig verfügbar gemachter Inhalte soll leichter verfolgt werden können. Der Zugang zu illegalen Quellen soll unterbunden werden, z.B. via Access-Provider, die ähnliche Technologie für andere Straftatbestände bereits im Einsatz haben. Die Vorschläge der AGUR12  sollen vom Bundesrat ohne Abstriche umgesetzt werden: Das Internet ist der weltgrösste Marktplatz, es muss vom Gesetzgeber als solcher begriffen werden.

Thema: Urheberrecht
Thema: Kulturflatrate

Kulturflatrate

Die Kulturflatrate ist keine Lösung für unser Anliegen, welches darin besteht, selbst über die Verwendung und den Preis unserer Werke bestimmen zu können. Mit einer Flatrate würden wir viele dieser Rechte aus der Hand geben. Schwierig ist zudem nicht nur die Definition eines gerechten Verteilschlüssels für die Musikschaffenden, ungerecht ist auch die Pauschalbesteuerung der Konsumenten. Wir wollen einen Markt, und wir bevorzugen es Lösungsansätze zu verfolgen, die diesen besser schützen helfen.

Thema: Kulturflatrate
Kulturförderung

Subventionen & Kulturförderung

Die Förderung auf kommunaler und kantonaler Ebene ist auch im Pop/Rock ein wichtiger Baustein um Produktionsmittel zu gewährleisten.
Auf Bundesebene setzen wir uns ein für eine stärkere Berücksichtigung der Pop/Rock-Musik in der Kulturförderung und bei Kulturpreisen. Förderung auf Bundesebene brauchen Acts insbesondere um einen grösseren, auch internationalen Markt bespielen zu können.
Für unsere Szene setzt Projektunterstützung deshalb idealerweise bei Projekten an, die in gut aufgestellten Strukturen (Label, Promo, Booking, Netzwerke) operieren.
Das soll weder zugängliche noch anspruchsvollere Acts ausschliessen, beide Kategorien brauchen in der Schweiz eine auf ihren Markt zugeschnittene Förderung um ihren Publikumskreis international zu erweitern.

Die Politik muss zudem besorgt sein, dass dieser Markt auch fair funktionieren kann, nur dann kann ein gefördertes Projekt zunehmend unabhängig werden von Subventionen.

Kulturförderung